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Lebens-Mittel: Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn

Lebens-Mittel: Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn

Quelle: amazon

ISBN: 3442218721
EAN: 9783442218721
Herausgeber: Goldmann Verlag

7,95 EUR
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Lebens-Mittel: Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn
 

Kunden Meinungen

Was sollen wir bloß essen?

Datum:05.08.2010 - Rating: 4/5

Mit seinem Buch will Michael Polland uns vor der Nutritionismusfalle warnen. Als Nutritionismus bezeichnet er den Glauben daran, dass die Ernährungswissenschaftler in der Lage sind, die für uns wichtigen Makro- und Mikronährstoffe in unserer Nahrung zu identifizieren, und wir mit diesem Wissen Nahrungsmittel so verarbeiten, anreichern oder vollständig künstlich zusammenpanschen können, dass das Resultat unserer Gesundheit förderliche Speisen sind. Sein Starbeispiel, mit dem er zeigen will, dass wir uns dabei womöglich in trügerischer Sicherheit wähnen, ist das "Transfette-Debakel": Wurde doch in den 60ger und folgenden Jahren die Butter aufgrund ihres hohen Gehaltes an gesättigtem Fett verteufelt, hat sich inzwischen gezeigt, daß die in der vermeintlich gesünderen Margarine bislang oft enthaltenen Transfette offenbar mehr zum Herzinfarkt beisteuern als das gesättigte Fett der verunglimpften Butter.

Sein Lösungsansatz ist es, nicht auf die Ernährungswissenschaft zu vertrauen, vielmehr sollen wir auf traditionellen Ernährungsgewohnheiten aufbauen ("Essen Sie nur das, was auch Ihre Grossmutter eindeutig als Nahrung erkannt hätte) und möglichst wenig weiterverarbeitete Nahrungsmittel und stattdessen naturbelassene "echte" Lebensmittel zu uns nehmen. Zur Stützung seiner These trägt er viele Beispiele und Daten zusammen, die er in leicht verständlichem flotten Stil vorträgt. Für einen logischen Widerspruch halte ich zwar, daß er bei der Begründung der Vorteile naturbelassener vollständiger Nahrungsmittel auf deren Gehalt bestimmter Mikronährstoffe verweist, nachdem er doch eben erst gegen die "reduktionistische" Wissenschaft ins Feld gezogen ist, die alle Nase lang neue vielversprechende Mikronährstoffe entdeckt und doch die vermuteten komplexen Wechselwirkungen nicht erfassen kann. Das Grundargument aber, daß man eben beim Verzehr "echter" Lebensmittel wesentlich mehr verschiedene Mikronährstoffe aufnimmt, von denen einige womöglich völlig unerkannt aber hochwichtig sind, hält weiter stand.

Wäre noch zu erwähnen, daß Polland Amerikaner ist. Die Abartigkeiten des Ernährungsstiles seines Heimatvolkes stellt er den offenbar gesünderen Essgewohnheiten der Franzosen gegenüber. Wenn wir Deutschen es auch nicht ganz mit den Franzosen aufnehmen können, so scheint mir doch daß uns noch einiges von den amerikanischen Verhältnissen trennt. Vielleicht haben wir Pollands Manifest eines Essers" daher nicht ganz so nötig wie das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Trotzdem schadet es nicht, sich Gedanken zu machen über die "Mittel" von denen wir ja schliesslich "leben", und dazu bringt uns Polland mit seinem Bericht.

Gutes Buch zum Überleben

Datum:19.07.2010 - Rating: 5/5

Gutes Buch, sehr lehrreich für alle die Menschen die nicht an Diabetes, an Tumoren oder HErz und Schlaganfällen erkranken wollen.
MonaLisaMatrixVibe :I

Sehr gutes Buch mit kleinen Schwächen

Datum:28.06.2010 - Rating: 4/5

Das Buch ist nett geschrieben und liest sich flott. Gegliedert ist es in drei Teile:

) Über die Industrialisierung und wissenschaftliche Bewertung unserer Nahrung und welche Folgen das hat. Auf ökologische Folgen wird nicht eingegangen und das ist auch gut so, dafür gibt es andere Bücher. Hier geht es ja um's Essen und die Folgen für den Esser. Dieses Kapitel ist äußerst interessant und stellt die Ernährungswissenschaft stark in Frage.

) Über die westliche Ernährung und welche groben Fehler gemacht werden. Der Autor verliert den Schwung des ersten Kapitels nicht, versteigt sich aber etwas in den zuvor kritisierten Nutritionismus (zb wenn er immer wieder von den Omega-3 Fettsäuren schwärmt). Immerhin erkennt er das selbst und weißt auf diesen Gedankenfehler auch hin.

) Wie man seine Denkweise über Nahrung ändern kann und zu einem gesünderen Ernährungsstil finden kann. Hier verliert der Autor leider etwas Schwung. Seine Tipps scheinen immer wieder zu stocken und so ein richtiger roter Faden ist nicht erkennbar. Wenn man das Kapitel aber aufmerksam und mit dem Wissen der erste beiden Kapitel liest, kann man gut eigene Schlüsse ziehen.

4 von 5 Sternen, da das Buch nicht nur unterhaltsam geschrieben ist und neue Gedanken zum Essen präsentiert, sondern weil es diese auch durch extrem umfangreiche Quellen untermauert. Hier schriebt niemand seinen Frust von der Seele oder erfindet eine neue Diät, hier wurde der Zustand unseres Ernährungsstils, sein Zustandekommen und seine Folgen sehr akribisch recherchiert.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

Freude am Essen

Datum:02.04.2010 - Rating: 5/5

Erinnert sich noch jemand an die Ernährungsgrundsätze, die uns in der Schule beigebracht wurden? 70% Kohlehydrate, 20% Eiweiß, 10% Fett... alles Quatsch, meint Michael Pollan. Und bringt in seinem Buch dafür auch handfeste Indizien. Dabei konzentriert er sich vorallem auf die amerikanische Lebensmittelindustrie und deren Geschichte, was für uns Europäer natürlich streckenweise schwer nachvollziehbar ist. Mir persönlich ist der etwas lapsige Sprachstil unangenehm aufgefallen. Das nimmt dem Buch etwas Glaubwürdigkeit. Und natürlich sollte man nicht allen Schlussfolgerungen des Autors vorbehaltlos folgen.
Trotzdem: die Fragen die er aufwirft sind berechtigt, und mitunter sogar überraschend. Wie kann es sein, dass zwei Hühnereier vollkommen unterschiedliche Nährwertangaben haben? Wie stark wirkt sich die Bodenqualität auf die Qualität der Pflanzen und der tierischen Produkte aus? Braucht es wirklich zwanzig Zutaten um einen guten Joghurt zu mixen - wie uns im Supermarktregal suggeriert wird?

Zumindest für mich hat dieses Buch bewirkt, dass ich im Supermarkt auch mal auf die Zutatenliste schaue, und mir versuche vorzustellen wie dieses Produkt entstanden ist. Und dass ich deutlich kritischer meiner eigenen Ernährung gegenüber stehe. Esse ich vielleicht tatsächlich zu viele Getreideprodukte?

Aber die wichtigste Aussage dieses Buches ist wohl, dass wer wirklich abwechslungsreich und vielseitig isst, nicht nur am gesündesten ist sondern auch am meisten Spaß beim Essen haben wird - und alleine für diese frohe Botschaft verdient es schon 5 Sterne.

Schluss mit den Diäten!

Datum:14.03.2010 - Rating: 5/5

Obwohl ich mich für gewöhnlich weigere, in Sachen Ernährung irgendwelche Ratgeber zu lesen, machte mich mein Mann, selbst leidenschaftlicher Koch, auf dieses Buch aufmerksam. Nach anfänglichen Zweifeln griff ich schließlich zum Buch und wurde angenehm überrascht. Anstelle von endlosen, nervtötenden Nährstofftabellen verpackt der Autor seine Botschaft unterhaltsam, anschaulich und sehr überzeugend in Fallstudien und Erfahrungsberichten. Es ist ungemein erfrischend, endlich einmal Butter essen zu können, ohne sich vor den Margarineliebhabern gleich in Grund und Boden schämen zu müssen, "weil doch jeder weiß, dass in Butter nur ungesunde Fette vorhanden sind!" Falsch! Wieso? Einfach mal reinschmökern!

 

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